Öffentliches Beobachtungsprogramm im April 2017

Ein besonders helles Gestirn leuchtet am Sternenhimmel im April 2017 im Sternbild Jungfrau. Es ist der größte Planet unseres Sonnensystems, Jupiter. Er erreicht am 7. April 2017 mit einem Abstand von 666 Mio. km seinen geringsten Abstand zur Erde. Der Planet ist dann besonders gut und in seiner maximalen Größe zu sehen. Das reflektierte Sonnenlicht benötigt 37 Minuten, um vom Jupiter zur Erde zu gelangen. In der Nacht vom 10. auf den 11. April 2017 wandert der nahezu volle Mond am Himmelszelt an Jupiter vorbei und kann als Wegweiser dienen. Jupiter ist ein riesiger, aus Wasserstoff und Helium bestehender Gasplanet. Beim Blick durchs Fernrohr können wir dunkle Bänder und helle Streifen auf der Jupiterkugel erkennen. Dabei handelt es sich um Wolkenstrukturen. Als auffällige Erscheinung in der Jupiteratmosphäre kann ein ovales, farbiges Gebiet erkannt werden, welches von den Astronomen als "Großer Roter Fleck" bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um ein gewaltiges Sturmgebiet. Aufgrund der schnellen Rotationszeit von knapp 10 Stunden ist Jupiter nicht kreisrund, sondern an den Polen abgeplattet und damit leicht oval. Begleitet wird der Riesenplanet von zahlreichen Monden. Die vier größten im Teleskop sichtbaren Monde heißen Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Zudem kann der zu 81% beleuchtete Erdmond am 6. April 2017 durch das Sternwarten-Teleskop erkundet werden.

Planet Jupiter mit dem
Planet Jupiter mit dem "Großen Roten Fleck", 28. März 2017, Günther Strauch

Öffentliche Beobachtungen an der Josef-Bresser-Sternwarte
Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus fallen ab sofort bis auf weiteres die öffentlichen Beobachtungsabende der Josef-Bresser-Sternwarte in Hoxfeld aus.

Sternfreundlicher Gruß,
Günther Strauch

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