Öffentliches Beobachtungsprogramm im Mai 2010

Anfang des Monats kann die Internationale Raumstation als sehr hell leuchtendes Objekt mit bloßem Auge verfolgt werden. Die ISS wandert dabei von Westen nach Osten über den Borkener Himmel. Besonders gut ist die ISS bei wolkenlosem Himmel an folgenden Tagen zu sehen:

- 4.5. ab 21:37 Uhr und 23:12 Uhr,
- 5.5. ab 22:02 Uhr und 23:37 Uhr,
- 6.5.ab 22:27 Uhr,
- 7.5. ab 21:17 Uhr und 22:52 Uhr,
- 8.5. ab 21:42 Uhr und 23:17 Uhr,
- 9.5. ab 22:07 Uhr,
- 10.5. ab 22:32 Uhr,
- 11.5. ab 21:22 Uhr und
- 12.5. ab 21:47 Uhr.

Auch am Sternenhimmel hat der Frühling Einzug gehalten. Die klassischen Frühlingssternbilder Löwe, Jungfrau und Bootes sind nun besonders gut zu sehen. Die drei hellsten Sterne dieser Sternbilder heißen Regulus, Spica und Arktur. Regulus bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt Kleiner König oder Prinz, Spica bedeutet Kornähre. Der Name von Arktur stammt aus dem Griechischen und bedeutet Bärenhüter. Verbindet man gedanklich diese drei Sterne durch eine Linie, so entsteht ein großes Dreieck am Himmel, das Frühlingsdreieck. Arktur, Spica und Regulus leuchten in unterschiedlichen Farben. Arktur strahlt gelborange, Spica erscheint blau und Regulus blauweiß. Die Farbe des Sterns ist Ausdruck seiner Oberflächentemperatur. Ähnlich wie bei der Temperaturverteilung in einer Kerzenflamme ist ein blauer Stern heißer als ein Roter. Alle Sterne sind weit entfernte Sonnen und erscheinen daher selbst im größten Teleskop nur punktförmig.

Nach Sonnenuntergang erstrahlt über dem westlichen Horizont ein besonders helles Gestirn. Bei dem "Abendstern" handelt es sich um den Planeten Venus. Der nach der römischen Liebesgöttin benannte Planet ist der uns am nächsten-stehende Planet. Eine dichte, aus Kohlendioxyd bestehende Atmosphäre verhindert einen Blick auf die Venusoberfläche. Der Treibhauseffekt auf der Venus bewirkt eine Oberflächentemperatur von +475 Grad Celsius bei Tag und Nacht. Als weiterer Planet steht Saturn auf dem Beobachtungsprogramm der Sternfreunde Borken.

Wer die Sternwarte am 20. Mai besucht, kann die Mondoberfläche mit seinen eigenen Augen durch das Teleskop erkunden.

Öffentliche Beobachtungen an der Josef-Bresser-Sternwarte
Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus fallen ab sofort bis auf weiteres die öffentlichen Beobachtungsabende der Josef-Bresser-Sternwarte in Hoxfeld aus.

Clear Skies,
Günther Strauch

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